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Zeitung und Schule

Seit Jahren nimmt die Realschule Freudenberg im Rahmen des Deutschunterrichts der Klasse 8 am Projekt „Zeitung und Schule“ (ZEUS) der Westfälischen Rundschau teil.

Ziel dieses Projektes ist es, den Schüler/innen das Medium Zeitung transparenter zu machen, die Lust am Lesen und Schreiben zu wecken und die Medienkompetenz der Jugendlichen aktiv zu unterstützen. Zu diesem Zweck erhält jeder Schüler über einen Zeitraum von sieben Wochen täglich ein Exemplar der Westfälischen Rundschau. Beim täglichen „Zeitungsfrühstück“ wird den Schülern zunächst die Scheu vor dem meist unbekannten Medium genommen und das Interesse daran geweckt. Die erste Woche dient dazu, die Zeitung, ihren Aufbau und ihre Struktur kennen zu lernen. Anschließend werden typische Textsorten wie Meldung, Reportage oder Kommentar untersucht, sowie unterschiedliche Tageszeitungen miteinander verglichen.

Der große Unterschied zu anderen Unterrichtsprojekten besteht jedoch darin, dass die Schüler eigene Artikel schreiben, die während des Projektzeitraums in der Westfälischen Rundschau veröffentlicht werden. Bleiben die Ergebnisse der Schüler üblicherweise „in den vier Wänden“ der Klasse, besteht nun die Möglichkeit Schülerarbeiten einer breiten Leserschaft zugänglich zu machen. Dieser Aspekt fördert die Motivation der Schüler, adressatenorientiert zu schreiben. Den eigenen Namen unter einem veröffentlichten Artikel zu entdecken, erfüllt jeden Schüler mit Stolz und ist Ansporn für gute Leistungen.

Bei Themenauswahl und Recherche bietet die Westfälische Rundschau tatkräftige Unterstützung und ermöglicht es Schülergruppen die Druckerei in Essen zu besuchen. Darüber hinaus kann z.B. der Rettungshubschrauber Christof 25 oder der Tower des Siegerlandflughafens zur Recherche besichtigt werden. Jedes Jahr werden neue Themen angeboten. Aber auch eigene Ideen unserer Schüler finden hier Berücksichtigung. So entstanden im Laufe der Zeit zahlreiche Artikel über Hobbys, interessante Persönlichkeiten und aktuelle Themen, die Schüler interessieren.

Erziehung zum Lesen

Kinder lesen zu wenig, schauen zu viel fern und haben eine entsprechend schlechte Lese-, Ausdrucks- und Rechtschreibekompetenz, so wird vielfach – und zum Teil mit Recht – geklagt.

An der Realschule Freudenberg versuchen wir dieser Leseunlust in vielfacher Weise entgegenzuwirken:

  • zunächst einmal natürlich durch Lektüreanreize im Deutschunterricht,
  • durch die Organisation von Lesewettbewerben,
  • durch die Einladung von Autoren zu Vorlesungen,
  • durch die Bereitstellung und ständige Aktualisierung unserer Schülerbücherei.

Autorenlesungen, Aufführungen, Konzerte

Besondere Höhepunkte im Laufe eines Schuljahrs sind in diesem Zusammenhang die immer wieder durchgeführten Autorenlesungen. So lasen z.B. bei uns so berühmte Autoren wie der zeitweilige Weggefährte Martin-Luther Kings, Josef Reding („Nennt mich nicht Nigger“) oder Hans Georg Noack(„Rolltreppe abwärts“). Und im Jahre 2005, dem 60. Jahr nach Kriegsende, boten wir im Rahmen der Friedenserziehung nicht nur unseren älteren Schülern eine Theatervorstellung zum „Tagebuch der Anne Frank“, sondern auch den jüngeren eine Autorenlesung mit dem heimischen Autor KaJo Böhler („Der Friedensläufer“) und für die Oberstufenschüler einen Vortrag des ehemaligen KZ-Häftlings Adolf Burger („Des Teufels Werkstatt“).

Insbesondere durch diese Lesungen, Theateraufführungen, Gospel- und Popkonzerte wollen wir unserer Schüler nicht nur vorübergehend begeistern, sondern ihr Text- und Weltverständnis nachhaltig positiv formen, was u.a. ein wesentliches Anliegen unserer Schule ist!

Die Schülerbücherei

Seit vielen Jahren gibt es an der Realschule Freudenberg eine Schülerbücherei, die sich auch im Zeitalter der elektronischen Medien immer noch großer Beliebtheit erfreut.

Die Schülerbücherei wird z.Z. von Schülerinnen der 9. Klassen in Selbstverwaltung organisiert und geführt. Zwei Lehrerinnen begleiten und beraten die Arbeit der Schülerinnen.

Die Schülerbücherei versteht sich dabei sowohl als Informationszentrum zum Unterricht als auch als Basisstation zur Leseförderung und aktiven, sinnvollen Freizeitgestaltung.

Es stehen Sachbücher, Lexika, Jugendbücher, ausgewählte Videos und DVDs zur Ausleihe zur Verfügung, die in jedem Schuljahr durch aktuelle Neuerscheinungen ergänzt werden.

Mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 konnte die Bücherei in einen wesentlich größeren und helleren Raum des 2. Stockwerkes umziehen, wo auch Gelegenheit besteht, in gemütlichen Sitzecken in die Bücher hineinzuschnuppern oder an Tischen mit den Büchern zu arbeiten.

An den 5 Schultagen der Woche haben die Schüler aller Klassen während der beiden großen Pausen die Möglichkeit zur unkomplizierten Ausleihe.

Die regelmäßig an der RSF stattfindenden Autorenlesungen werden selbstverständlich durch Anschaffung der Werke des jeweiligen Autors von der Schülerbücherei unterstützt.

Um die Begeisterung für Literatur zu wecken und das freie, selbständige und selbstverantwortliche Lesen zu fördern, ist für die Zukunft geplant, dass pro Halbjahr ein Leseabend für die jüngeren Schüler durchgeführt werden soll.

Die örtlichen Buchhandlungen unterstützen die Arbeit der Schülerbücherei und stellen Werbematerial und Leseproben zur Verfügung.

Theater an der RSF

Ein großer Schwerpunkt der außerunterrichtlichen Arbeit an der RSF liegt im Bereich Theater.

  • Für die Klassenstufen 9/10 wird in den Wahlpflichtkursen des WP II- Bereichs regelmäßig auch eine Theater-AG angeboten, die sich durchweg großer Beliebtheit erfreut. Den Höhepunkt ihrer Arbeit erleben die Schüler jeweils zum Ende des Schuljahres, wenn die Theater-AG ihr Stück in der Aula für die Schulgemeinde der RSF präsentiert.
  • Auch der Fachbereich „Musik“ greift den Aspekt (Musik-)Theater auf: In den Klassen der Erprobungsstufe steht das „Live-Erlebnis“ einer Oper an. So findet entweder ein Besuch in einem Opernhaus statt (z.B. in Dortmund) oder ein kleines Opern-Ensemble wird zu einer Aufführung in die Aula der Schule eingeladen.
  • Das Angebot zum Besuch von regionalen Veranstaltungen im Bereich „Theater“ (z.B. „Kultur Pur“) wird nach Möglichkeit regelmäßig genutzt.
  • Da Freudenberg nicht nur wegen seiner Altstadt-Fachwerkhäuser berühmt ist, sondern auch wegen seiner über die Grenzen des Siegerlandes hinaus bekannten Freilichtbühne, bestehen selbstverständlich auch gute Kontakte zum Verein Freilichtbühne Freudenberg.

Sport an der RSF

Neben dem Basissportunterricht bietet die Realschule eine Vielzahl weiterer Aktivitäten an. In den verschiedensten Schülersportgemeinschaften wie Basketball, Fußball und Volleyball, können die Schüler den sportlichen Vergleich mit anderen Schulen suchen.

Tradition hat die Teilnahme am Volleyball-Sparkassen-Pokalturnier. Klassenvergleichswettkämpfe werden alle zwei Jahre durchgeführt. An zwei Tagen können sich die Schüler und Schülerinnen in den verschiedensten Sportspielen wie Fußball, Basketball, Völkerball, Minutenlauf etc. mit den Klassen ihrer Jahrgangsstufe fair auseinandersetzen. Ebenso nehmen die Schüler und Schülerinnen an den Bundesjugendspielen Leichtathletik teil, die in einem nahe gelegenen Stadion durchgeführt werden.

Jährlich wird der Dienstag nach Karneval für einen Sporttag in Netphen genutzt. Die gesamte Schülerschaft kann sich je nach Vorlieben auf der Eissportbahn, im angeschlossenen Hallenbad oder auf den Tennis-, Badminton- oder Squashplätzen sportlich betätigen.

Wanderfahrten

Klassenfahrten, Schullandheimaufenthalte, Wanderungen, Schulwandertage und Klassenfahrten sind wesentliche Bestandteile schulischer Bildungs- und Erziehungsarbeit an der RSF. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Festigung sozialer Beziehungen zwischen den Schülern, aber auch zwischen den Lehrkräften und den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen.

Selbst wenn der organisatorische und auch finanzielle Aufwand, der von den jeweiligen Kollegen zur Planung und Durchführung von Klassen- und Wanderfahrten aufzubringen ist, nicht unerheblich ist, halten wir an der pädagogischen Zielsetzung dieser Fahrten fest und legen Wert darauf, dass grundsätzlich alle Schüler einer Klasse an den Klassenfahrten teilnehmen.

Ein- und mehrtägige Schulwanderungen und Schulfahrten werden in den verschiedenen Jahrgangsstufen intensiv im Unterricht vorbereitet und anschließend durchgeführt. Beliebte Ziele in der Unterstufe sind das Schullandheim auf der Insel Spiekeroog und der Skikurs im verschneiten Zillertal. Die Abschlussfahrten der Klassen 10 führten in verschiedene Städte im In- und Ausland.

Mofakurse

Seit vielen Jahren führen wir an unserer Schule Mofa-Kurse durch, um interessierte Schülerinnen und Schüler in Theorie und Praxis des Mofafahrens zu schulen und ihr Verantwortungsbewusstsein für Verkehrssicherheit und Gefahrenerkennung zu schärfen.

Im Rahmen der freiwilligen Arbeitsgemeinschaften finden ein bis zwei Mofa-Kurse pro Schuljahr mit jeweils etwa 12 Teilnehmern statt, so dass bislang mehr als 200 Schüler die Mofa-Prüfbescheinigung erhalten haben.

Die für die aktive Schulung zur Verfügung stehenden Mofas und Roller wurden vom Förderverein bzw. von der SV unserer Schule angeschafft.

Religiöse Schulwochen für die Klassenstufen 9/11

Die Realschule Freudenberg ist eine Schule, die vom christlichen Menschenbild geprägt ist. Die Fragen und Unsicherheiten unserer Schüler wollen wir ernst nehmen und ihnen bei ihrer Sinnsuche Orientierungshilfen geben.

Seit 1997 bietet die RSF deshalb in regelmäßigen Abständen eine Religiöse Schulwoche für die Klassen 9/10 an. Hierbei handelt es sich um ein ökumenisches Angebot der Kirchen.

Im Gespräch mit Theologinnen und Theologen will die Religiöse Schulwoche Raum geben, über Lebensorientierung und Lebensgestaltung nachzudenken.

In überschaubaren Gruppen von 15 Personen werden Themen aus dem Alltagsleben aufgegriffen. Deshalb werden die Religiösen Schulwochen in der Schule durchgeführt, an dem Ort, an dem sich der gemeinsame Alltag der Teilnehmenden gestaltet.

Wer und was dabei zur Sprache kommt, entscheiden die Teilnehmenden selbst. Einfühlende Hilfestellungen eröffnen Gelegenheit, sich und seine Mitmenschen unter neuen Fragestellungen wahrzunehmen.

Unabhängig von ihrer Konfession oder ihrer Religion können Schüler, Lehrer und Eltern die Veranstaltungsangebote der Religiösen Schulwoche annehmen.

  • Für Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 9 werden Gesprächsgruppen angeboten.
  • Die Lehrerinnen und Lehrer sind zur Teilnahme an einer Lehrergesprächsgruppe eingeladen.
  • Für interessierte Eltern unserer Schüler besteht das Angebot an einem Gesprächs- bzw. Begegnungsabend teilzunehmen.

Wegen der großen Nachfrage vieler Schulen kann eine Religiöse Schulwoche
leider nur alle 3-4 Jahre stattfinden.

Planspiel Börse

Das „Planspiel Börse“ ist ein Wettbewerb, der von Geldinstituten europaweit angeboten wird. Allein in der BRD nehmen inzwischen ca. 500.000 Schüler daran teil.

Dieses Planspiel bietet die Möglichkeit, in einer Mischung aus Realität und Fiktion Einblick in das Börsengeschäft zu bekommen. Seit vielen Jahren beteiligen sich regelmäßig vornehmlich die Sowi- und Info-Kurse der Realschule Freudenberg mit der Sparkasse Freudenberg als Partner an diesem Spiel.

Zum Ablauf des Spiels

Jede Spielgruppe (3 – 6 Schüler) erhält als Startkapital 50.000 EUR. Da diese Summe nur fiktiv zur Verfügung gestellt wird, ist ein echtes Risiko ausgeschlossen. Über den Kauf und Verkauf von 150 verschiedenen in- und ausländischen Wertpapieren soll über einen Zeitraum von ca.11 Wochen versucht werden, das eingerichtete Depot möglichst zu erhöhen. Die Abwicklung der realitätsbezogenen Transaktionen erfolgt allein über das Internet.

Pädagogische Zielsetzung

Das pädagogische Ziel des Planspiels ist es, die Funktionsweise des Börsengeschäfts als einem Beispiel wirtschaftlicher Realität kennen zu lernen. Vor allem im Fach Sozialwissenschaften können über die Unterrichtsinhalte gesamtwirtschaftliche, soziale und politische Zusammenhänge erfahrbar gemacht werden. Gemeint sind das Funktionieren des Marktprinzips mit Angebot und Nachfrage oder die Erkenntnis, wie z.B. Konjunkturdaten, Zinsentwicklung, drohende Arbeitskämpfe, politische Instabilitäten und Einflüsse aus dem Ausland wirtschaftliche Entwicklungen und damit Börsennotierungen beeinflussen können.

Beim Planspiel Börse wird also im Sinne des handlungsorientierten Unterrichts „learning by doing“ praktiziert - und das, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben, an der RSF mit anhaltend großem Erfolg.