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Schulwegsicherung/Busbegleitung

Die Ausgangslage

Der Schulbusverkehr stellt ein gewisses Problem innerhalb des schulischen Alltags dar. Nicht nur, dass Schüler und Eltern über vermeintlich mangelnde Kapazitäten und fehlende Pünktlichkeit klagen, auch das unangepasste und unangemessene Verhalten der Schüler selbst führte immer wieder zu Beschwerden: Es wird gedrängelt und geschubst. In der Absicht, für sich selbst möglichst einen „guten“ Platz zu ergattern, verdrängen größere Schüler die kleineren – und gerade die Jüngsten haben bei diesem ungleichen Kampf meist ‚schlechte Karten’ und laufen Gefahr im wahrsten Wortsinn unter die Räder zu geraten.

Lange Zeit war dies auch an den Schulbushaltestellen im Freudenberger Schulzentrum zu beobachten, wo morgens und mittags mehrere hundert Schüler ihre Schulbusse verlassen oder besteigen. Dass sich die Situation zwischenzeitlich deutlich verbessert hat, ist auf die Umsetzung einer Idee zurückzuführen, die im Folgenden kurz beschrieben wird.

Die Idee

Seit 2001 läuft bei uns am Schulzentrum Büschergrund das Projekt „Schulwegsicherung/Busbegleitung“. Die ausgebildeten Busbegleiter regeln das geordnete Ein- und Aussteigen an den Haltestellen. Sie achten darauf, dass die Schüler sich in Reihen aufstellen. Dadurch wird das Gedrängel und Geschubse an den Haltestellen unterbunden und das Einsteigen in die Busse geht zügiger und reibungsloser. Vor dem Einstieg kontrollieren die Busbegleiter die Fahrkarten ihrer Mitschüler. Schüler, die keinen gültigen Fahrausweis vorzeigen können, werden dem Busfahrer benannt, der alles Weitere regelt. Im Bus achten die Busbegleiter darauf, dass auch hier nicht gedrängelt und geschubst wird und dass die Sitzplätze der Reihe und nicht dem Alter oder der Größe nach vergeben werden. Somit ist gewährleistet, dass auch jüngere Schüler in den Genuss eines Sitzplatzes kommen können.

Wer dennoch drängelt, schubst oder sich nicht an die Anweisungen der Busbegleiter hält, wird ermahnt und erhält notfalls ein so genanntes Fehlverhaltensformular, auf dem der Busbegleiter den Namen und das Fehlverhalten des Schülers einträgt. Dieser Bericht wird dann dem Klassenlehrer des beschuldigten Schülers weitergeleitet, der dann auch Ordnungsmaßnahmen ergreifen kann. Schlimmstenfalls droht dem Schüler (im Wiederholungsfall) ein vorläufiger Entzug der Fahrkarte.

Die Busbegleiter dürfen mittags bereits einige Minuten vor offiziellem Schulschluss die Klasse verlassen um ihren Dienst anzutreten. Damit sie für Busfahrer und Schüler auch als Busbegleiter deutlich zu erkennen sind, tragen sie „im Dienst“ eine neongelbe Weste.

Die Beteiligten

An der Einführung und Durchführung des Projektes waren und sind der Schulträger, die Schulleitungen der Hauptschule und der Realschule Freudenberg, die Verkehrsbetriebe VWS, die Kreisverkehrswacht, die Polizei und eben die zu Busbegleitern ausgebildeten Schüler beteiligt.

Die Ausbildung

Die Ausbildung wird für Schülerinnen des 8. Jahrgangs angeboten, die mit dem Übergang in den 9. Jahrgang ihre Aufgabe übernehmen.

Grundlage der Ausbildung sind verschiedene theoretische und praktische Übungen, die zunächst ein Problembewusstsein für Fehlverhalten in Schulbussen erzeugen sollen. Im weiteren Verlauf erfahren und üben die angehenden Busbegleiter angemessene Handlungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Problem- und Gefahrensituationen. Sie sollen ihre Mitschüler zu Vorsicht und gegenseitiger Rücksicht anhalten und dabei insbesondere auf die Vermeidung von Beschädigungen, Gefährdungen, Behinderungen und Belästigungen achten.

Die Erfolge

Die Einführung des Projektes ist durchaus als erfolgreich zu werten:

  • An den Haltestellen gibt es erheblich weniger Gedränge. Die Busfahrer können die Haltestellen ohne den sonst üblichen Stress anfahren und brauchen in der Regel keine Angst zu haben, Schüler zu verletzen, die sich auf der Fahrbahn austoben. Die Unfallgefahr hat sich dadurch erheblich reduziert.
  • In den Bussen kommt es deutlich weniger zu Streit zwischen den mitfahrenden Schülern, und auch die Konflikte zwischen Schülern und den jeweiligen Busfahrern haben abgenommen.
  • Der morgendliche Unterricht kann beginnen, ohne dass die Lehrer zunächst noch die Streitigkeiten, die am und im Bus begonnen hatten, schlichten müssen.
  • Die Eltern müssen sich weniger Sorgen um ihre Kinder machen, da sie davon ausgehen können, dass der Schülertransport nun sicherer und ruhiger erfolgt.